
allein © Detlev Tesch
Es gab ja – und gibt immer wieder mal – die These, daß die zunehmende Nutzung des Internet die Menschen einsamer macht. Das würde für viele auch heißen, sie wären unglücklich.
Gemäß einer Studie von Pew Internet and American Lifestyle (so berichtet Mashable: MYTH BUSTED: Internet Use Doesn’t Lead to Isolation) stimmt das aber ganz und gar nicht.
Für sechs Prozent der (amerikanischen) Bevölkerung ist soziale Isolation, Einsamkeit, durchaus ein gegebenes Problem – allerdings ist dafür wohl nicht das Internet verantwortlich zu machen, denn der Wert hat sich sein 1985 kaum verändert.
Vielmehr sehen die Autoren der Studie, daß Internet-Nutzer eher in ein Café gehen als die Nicht-Nutzer.
Interessant.
Wie seht Ihr das?


Ich sehe ehrlich gesagt gar keinen Grund dafür, dass Internetnutzung Menschen einsam machen soll. Im Gegenteil, im Netz gibt es so viele Plattformen, um sich mit anderen Menschen zu vernetzen und auszutauschen, so wie hier gerade mit diesem Kommentar
. Solche virtuellen Kontakte ersetzen vielleicht nicht Cafébesuche mit Freunden, aber schaden tun sie meiner Meinung nach sicherlich nicht.
Ja, ja, und dennoch haben gar nicht so wenige Leute die andere Meinung.
Hatte ich früher auch mal…
Als der Buchdruck aufkam und sich Bücher immer mehr verbreiteten, da gab es ähnliche Schwarzmalerei.
Ich halte ja das Fernsehen für viel „gefährlicher“ als das Internet.
Internet hat noch eine interaktive Komponente und kann sogar recht kommunikativ sein. Bei Fernsehen lassen sich die meisten passiv berieseln und unterschwellig beeinflussen.
Ich glaube es gibt nicht wenige Ehen, Partnerschaften und Familien, in denen man stundenlang vor dem Bildschirm sitzt, sich beflimmern läßt, ohne daß da viel kommuniziert würde. Die Einzelnen sind dann m. E. einsam, wenn auch nicht allein.
Hier, in diesem Blog, im Internet eben, kann ich eine Unterhaltung haben, mit Menschen, die ich (noch) nicht kenne, denen ich vielleicht nie begegnen würde oder werde. Na, das ist doch was!!
Natürlich kann das Internet einsam machen. Ich arbeite tagtäglich im Internet, irgendwann lässt einen das nicht mehr los. Durch die Zunahme der Social Media Sites wird das Problem nur verstärkt.
So und nun geh ich raus Fussball spielen….
Wie…?
Draußen? Mit anderen?
Nicht am Computer oder über LAN???
Krass!!!
)
Was das stundenlang vor dem Fernseher sitzen und sich berieseln lassen betrifft: Wenn ich mir einen Film ansehen möchte, dann kann ich mich schwer nebenbei auf ein Gespräch mit meiner Frau konzentrieren.Dann kriege ich nämlich nichts mehr von der Handlung mit. Für mich gibts da nur entweder – oder
.
Und vor oder nach dem Film???
Keine Frage, ich wollte nur drauf hinweisen, dass es einen Grund hat, wenn beim Filmeschauen geschwiegen wird. Das heißt ja nicht, dass ich jeden Abend stundenlang konzentriert fernsehe
.
Ja, ja, das sehe ich ja ein!
Bei machen läuft halt außer Fernsehen fast gar nichts mehr. Siehe Niedergang der Geburtenrate
Fernsehen schuld am Niedergang der Geburtenrate? Vielleicht ein wenig, aber sicher nicht der (alleine) entscheidende Grund
.